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Mal eine dumme Frage

Sonntag, 30. November 2008 | Autor: Steffen (2MenschReise)

Bei den Turkmenen sind wir raus: Der Ausreisestempel ist im Pass, die fünf Tage Visum sind vorbei und ein Zurück gibt es nicht mehr. Bis zur usbekischen Grenze sind es aber noch locker 15 Minuten zu fuß. No-Mens-Land nennt man das wohl – das Gebiet zwischen zwei Grenzen. Während wir also mit Sack und Pack durch das No-Mens-Land wandern, gehen mir ein paar Gedanken durch den Kopf:

- Was passiert eigentlich wenn mich die Usbeken nicht reinlassen? Muss ich dann für immer hier bleiben?
- Was ist, wenn ich mir jetzt ein Bein breche? Von welcher Seite kommt der Krankenwagen? Kommt überhaupt ein Krankenwagen und wo komme ich ins Krankenhaus?
- Was passiert wenn ich mich hier niederlasse, eine Würstchenbude eröffne und LKW-Fahrer verpflege? Würde mich irgendwer vertreiben und an wen zahle ich meine Steuern? Muss ich hier überhaupt Steuern zahlen?
- Wenn ich hier einen umbringe: Wer kümmert sich darum? Die Usbeken? Die Turkmenen? Die Deutschen oder vielleicht die Weltgemeinschaft?
- Wo zeige ich es an, wenn mir hier einer mein ganzes Geld wegnimmt?
- Hier gibt’s ziemlich viele Hunde; wenn einer von denen jetzt meinen Pass frisst – welche Botschaft kann mir dann helfen?

Wenn das einer weiß, bin ich wirklich gespannt auf die Antworten…

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Wieder Grenze. Wieder das alte Spiel

Samstag, 29. November 2008 | Autor: Steffen (2MenschReise)

Langsam wird’s zum Hobby – Grenzen.

Die Turkmenen waren lieb, freundlich und unkompliziert. Einer der Beamten wollte von uns zwar ein „Visa-Irgendwas“ sehen; wollte die Frau im Hotel gestern komischerweise auch schon. Wir haben aber kein so ein „Visa-Dingsbums“, wissen auch nicht was das sein soll und haben tapfer stoisch auf das Visum im Pass gezeigt. Der Mann hat irgendwann aufgegeben und auf das Formular oder was auch immer notgedrungen verzichtet. Rumsbums Stempel im Pass und gut ist. Maximal 10 Minuten für alles.

Bei den Usbeken war’s nur wenig komplizierter. Zwei Formulare auf Russisch, in die wir Namen, Geburtsdatum und so Zeug schreiben sollten. Außerdem noch alles, was wir an wertvollem Zeug mitbringen: Geld, Computer, Kamera und so was. Mit etwas Geduld, einem russischen Wörterbuch und ein paar türkischen LKW-Fahrern ist das aber ganz witzig.

Im LonelyPlanet stand noch, dass wir auf jeden Fall unsere Traveler Cheques angeben müssen, weil sie uns sonst niemand tauscht. Wir haben’s versucht! Wirklich! Aber mit den Dingern weiß hier beim besten Willen keiner was anzufangen. Wir haben nicht aufgegeben und den Typen in seinem Kabuff zum Schluss so weit gehabt, dass er ungläubig mit seinem Handy ein Foto von den Cheques gemacht und uns einen hochoffiziellen Stempel auf’s Formular gedrückt hat.

Mal schauen ob das was bringt…

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No-man’s-land fetzt!

Freitag, 28. November 2008 | Autor: Anna-Lena

Über Land Grenzen zu überqueren – das hat schon was. Vor allem weil es jedes Mal ein Erlebnis ist, mitten im nirgendwo zu landen. Und die Grenze von Turkmenistan nach Usbekistan hat noch was richtig Abenteuerliches: Einen 15Minuten Fußmarsch durchs No-man’s-land!

Podcast: No-man’s-land

Und hier noch ein paar Bilder…

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Turkmenabat

Freitag, 28. November 2008 | Autor: Steffen (2MenschReise)

Das war’s dann mit den schönen, großen Häusern: Turkmenabat ist nicht schön und die Häuser sind nicht groß. Der Turkmenbaschi hat sich wohl damit begnügt rings um seinen Palast in Ashgabat eine tiptop Metropole zu bauen. Der Rest des wunderschönen Turkmenistan kann erstmal warten. Turkmenabat ist ziemlich runtergekommen und wir haben die Wahl zwischen zwei Hotels; ein altes und unbezahlbares Intourist-Hotel und direkt dahinter ein noch älteres. Wir haben uns für das noch ältere entschieden und zum Schnäppchenpreis von 35 Dollar im Doppelzimmer zugeschlagen.

Das teuerste Zimmer der ganzen Reise ist gleichzeitig auch das schlechteste: Neben der Heizung können wir durch ein Loch in den Hof schauen, im Bad fehlt das Waschbecken und warm Wasser ist nicht. Dafur haengt direkt am Empfang eine Preisliste, die unsere privilegierte Sonderrolle und die Gastfreundschaft der turkmenischen Regierung zeigt:

Doppelzimmer/ Turkmenen: 3 Dollar
Doppelzimmer/ Auslaender: 35 Dollar

Danke!

Weil die Turkmenen aber sowieso nicht so dolle auf Touristen stehen und man selbst für das 5-Tage Transitvisum ziemlich viel Papierkram zu erledigen hat, kommen auch wenige hier an. Das Hotel wurde also kurzerhand zum Kinderheim umfunktioniert. Zumindest waren außer uns nur Teenies hier, die einen ziemlich schwererziehbaren Eindruck gemacht haben.

Was soll’s; für eine Nacht tut’s auch das und irgendwo müssen wir ja hin – Ausländer müssen in Turkmenistan nämlich um 23:00 Uhr im Bett sein. Das hat sich der große Papa der Turkmenen nämlich auch ausgedacht: Ausgangssperre für alle Nichtturkmenen. Sicher ist sicher.

Gute Nacht und bis Morgen.

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Na denn mal prost!

Donnerstag, 27. November 2008 | Autor: Steffen (2MenschReise)

Der meiste Vodka hier ist übrigens ziemlich billig und schmeckt auch so. Weil für den teuren Vodka aber keiner Geld hat, muss man sich eben was anderes einfallen lassen. Hier mal das turkmenische Geheimrezept, wie man sich selbst mit dem billigsten Fusel tiptop betrinken kann:

- Kauf Dir eine Flasche turkmenischen oder russischen Vodka. Nimm ruhig den richtig billigen zwischen ein und zwei Euro die Flasche.
- Kauf ein großes Glas Essigkurken, Mixed Pickles oder sonstwas in saurer Plörre.
- Jetzt schenk Dir ein ganz normales Trinkglas mit etwa 0,2 Liter Vodka und eins mit 0,2 Liter von der Gurken-Essigplörre ein.
- Viel Spaß beim abwechselnd Trinken!

Man sollte es nicht glauben aber selbst der ekelhafteste Vodka wird durch einen kleinen Schluck von dem Gurkenwasser innerhalb von Millisekunden komplett neutralisiert.

Gut für die Elektrolyte ist das wahrscheinlich sowieso…

Thema: 3. Turkmenistan | 2 Kommentare

MacCoffee – das einzig Wahre!

Donnerstag, 27. November 2008 | Autor: Anna-Lena

So’n Latte Macciato mit extra viel Milchschaum, das kennen die hier noch nicht. Aber auf den Geschmack von Pulver-Cappuccino sind selbst schon die Turkmenen gekommen…

Podcast: MacCoffee

Der Promo-Stand

So genießen wir unseren MacCoffee

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