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Das Ding mit dem Registrieren 2

Mittwoch, 21. Januar 2009 | Autor: Anna-Lena

Neuer Anlauf. Ab nach Udupi und endlich registrieren! Dieses FRRO ist echt beeindruckend, ein riesiges Gebäude, ziemlich heruntergekommen, vor allem von innen. In der Eingangshalle ist eine kleine Oase aufgebaut – mit vertrockneten Palmen. Das Registrierungsbüro ist auch mal wieder typisch indisch. Nen paar Metall-Schreibtische mit Plastikstühlen und gaaaaaaaaaaaaaaaaanz viel Papier. Überall, irgendwie zusammengeknotet und mit höherer Physik aufeinandergestapelt…

Und endlich Wir waren dran. Ohne ein Wort zu sagen, hat er sich unsere Unterlagen angeguckt. Das Visum hat er ganz genau unter die Lupe genommen, bis er endlich was gesagt hat.

„You arrived in December?“

Ja, ganz genau, steht da ja auch… „Äh, yes…“

„But you have to register within 14 days of arrival!“

Ach nee, das wissen wir auch, ging halt nicht. „But University started only this week, and we couldn’t register before.”

Das ging dann noch ne ganze Weile so. Bis er endlich die Lösung des Problems hatte:
„But in your visa, you have stamp, you don’t need to register.“

Hmmm… können wir ihm das glauben? Und außerdem haben wir jetzt doch eh schon alles, dann können wir uns auch registieren und dürfen sogar noch nen bisschen länger bleiben…

„But we want to stay longer than 180days…“

Nochmal ein kritischer Blick ins Visum.

„Why they put this stamp?…. Ok, I register you, ok. And you don’t pay penalty now. I send everything to Delhi and when come remark from government, then you pay penalty, ok?”

Ok, so machen wir’s! Und dann ging alles eigentlich ganz fix. Er hat alle Kopien ordentlich sortiert und zusammengetackert und dann wurden wir ins offizielle Registrierungsbuch eingetragen. Ein großes dickes rotes Buch. Da hat er dann fein säuberlich unsere Passfotos eingeklebt und daneben Name und Adresse geschrieben – und schon konnten wir gehen. Den offiziellen Beleg, ich glaub es nennt sich „Residential Permit“ oder eben ganz simpel „Registration Certificate“, können wir uns in drei Wochen abholen… Oder nie. Angeblich müssen wir uns nämlich genau dort auch wieder abmelden, wenn wir Indien verlassen. Dann müssen wir diesen Wisch eh wieder abgeben und kriegen dafür ein Exit Permit. Allerdings ist der nur sieben Tage gültig… Naja, wie wir das machen, das sehen wir dann!

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Unsere Reisekasse - das kostet der Spaß

Dienstag, 20. Januar 2009 | Autor: Steffen (2MenschReise)

Wie versprochen, kommt hier mal eine kleine Auflistung unserer Reisekasse. Man muss dazu sagen, dass wir fast immer irgendwo an der Straße oder in billigen und einfachen Restaurants gegessen haben. Unsere Zimmer waren auch fast immer die billigsten, die wir finden konnten. Ein bisschen haben wir wahrscheinlich auch gespart, weil wir zu zweit waren und uns die Zimmer teilen konnten.

Insgesamt waren wir ziemlich genau drei Monate oder 90 Tage unterwegs.

Und so sieht die Reisekasse aus (alles auf eine Person bezogen):

  • Geldbeutel (Hotels, Fortbewegung, Essen, Trinken, Kippen): 1220 Euro
  • Flüge (Bishkek – Almaty – Indien): 230 Euro
  • Zugfahrt (München – Istanbul) 220 Euro
  • Visa (Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Kirgisistan, Kasachstan, Indien) 370 Euro
  • Gesamt: 2040 Euro

Macht 680 Euro im Monat oder 22,66 Euro pro Tag. Da sind dann aber wirklich alle Kosten mit eingerechnet. Interessanter sind wahrscheinlich für viele die Kosten, die uns unterwegs entstanden sind; also ohne die sauteuren Flüge, die prinzipbedingte Zugfahrt und die Visa. Unterwegs ausgegeben haben wir 1220 Euro. Das sind 406 Euro im Monat oder 13,55 Euro am Tag. 13,55 Euro für alles: Bus-, Zug- und Taxifahrten, Hotels, Essen, Trinken, alles. 

Das ist ein Schnitt über die komplette Reise, in den die Türkei bei uns ziemlich reinhaut. Ich muss die Zahlen für die anderen Länder im Moment erst mal schätzen. Aber ich behaupte, dass man im Iran und Usbekistan mit 10 Euro pro Tag locker durchkommt. In Kirgisien und Indien wahrscheinlich mit weniger. Im Iran werden die meisten hoffentlich auch weniger brauchen – ein hoch auf die Gastfreundschaft und viele kostenlose Übernachtungsmöglichkeiten.

Wer jeden Tag in bessere Restaurants geht und ab und zu mal in ein gutes Hotel, kann locker mit dem Doppelten oder Dreifachen rechnen. Wer’s richtig krachen lässt, zahlt das Gleiche wie in Deutschland. Teure Hotels sind teure Hotels; da gibt’s dann aber auch Becks – für 3 Euro die Flasche.

Wir sind gerade daran, das alles noch für die einzelnen Länder aufzuarbeiten. Mit Informationen zu den Visa, Hotels, Tipps und so. Das braucht aber noch. 

Ich war übrigens positiv überrascht, wie „günstig“ es doch geworden ist. Ist einfach schwer das im Vorfeld abzuschätzen. Was hättet Ihr denn gedacht?

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Das Ding mit dem Registrieren

Dienstag, 20. Januar 2009 | Autor: Anna-Lena

Das ist mal wieder so eine Sache. Jeder sagt einem was anderes. Unser Visum hat sich das ganz einfach gemacht. Da gibt es den Stempel, der sagt, dass wir uns nur registrieren müssen, wenn wir länger als 180 Tage im Land bleiben. Kleingedruckt steht da aber auch, dass sich jeder mit einem Studentenvisum registrieren muss.

Auf dem Immigration-Zettel, den wir im Flugzeug ausfüllen mussten, stand auch, dass jeder Inhaber eines Studentenvisums sich registrieren muss. Auch das Personal am Flughafen sagt das. Uns war das egal. Zumindest erstmal. Denn zum Registrieren braucht man nen Haufen Papierkram: Passkopien, Passfotos, Studentenausweis, verschiedenste Bescheinigungen von der Uni … All das hatten wir natürlich nicht. Und bevor wir persönlich in Manipal sind, kriegen wir das auch nicht. Uns innerhalb von 14 Tagen zu registrieren, so wie es vorgesehen ist, war also eh nicht möglich…

Und da hatten wir das ganze Registrierungs-Ding grade wieder vergessen, schon erinnert uns unsere Uni liebevoll daran. Die kümmern sich echt rührend. Danke!  Allerdings kann unser Institut uns leider keine Bestätigung geben, dazu müssten wir zuerst ins International Office. Und wenn die uns dann irgendein Wisch gegeben haben, dann darf auch unser Institut uns diese Bestätigung geben… Also gut.

Im International Office waren wir sofort dran und es wurde auch unverzüglich gearbeitet. Vorlagen kennen Inder allerdings nicht – hier wird jede Bescheinigung neu geschrieben. In vierfacher Kopie haben wir grade mal zwei Stunden später dafür alles gehabt, was wir brauchen, um uns zu registrieren:

1. Das ausgefüllte Registrierungsformular
2. Passkopie
3. Kopie vom Studentenausweis
4. Kopie vom Visum
5. Bescheinigung von der Manipal University, dass wir dort an dem Manipal Institute of Communication (MIC) studieren
6. Bankbestätigung über eröffnetes Konto (wurde kurzerhand gestrichen, weil wir es nicht hatten)

Super, das wäre also geschafft. Passfotos haben wir auch noch genug (wir hatten letzes Mal sicherheitshalber 32 machen lassen, die braucht man hier für fast alles). Jetzt also nur noch schnell zum MIC und uns da auch nochmal ne Bestätigung geben lassen… Von wegen schnell. Nach einer Stunde habe ich mich nochmal getraut zu fragen, wie es denn aussieht: Sie warten noch auf Madame, die muss ihr ok geben… WIE BITTE?!?! Da hocken 5 Inder in diesem Büro, alle wissen ganz genau, dass wir dort studieren. Dieses Institut ist nämlich klein. Madame hatte uns gestern schon vorgestellt, als die neuen Studenten aus Bremen. Und jetzt warten wir auf genau diese Madame, damit wir eine Bestätigung bekommen dürfen, dass wir Studenten am MIC sind! Ich glaub’s nicht. Aber es hilft nichts. Also sitzen und warten. Noch ne halbe Stunde und wir hatten alle Unterlagen beieinander! Na endlich, wurde auch Zeit! Schade nur, dass es mittlerweile schon zu spät ist, um nach Udupi zu fahren. Da ist nämlich die Polizeistation, wo Ausländer  sich registrieren müssen. Das sogenannte FRRO – Foreign Regional Registration Office. Das hat schon zu bis wir da wären.
Dann eben morgen…

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Der „neue“ Hero Honda Kinetic - MÄNNLICH!

Montag, 19. Januar 2009 | Autor: Steffen (2MenschReise)

Wann ist ein Mann ein Mann? Für den Inder ist die Frage ziemlich schnell beantwortet: sobald er ein Auto oder zumindest ein Motorrad hat. Ich hab also nicht lange gefackelt und mir gleich zum Start mal ein Motorrad gekauft. Na gut, das ist keine Harley und nicht mal wirklich ein Motorrad – aber immerhin ein verdammt schneller Roller. Darf ich vorstellen: Hero Honda Kinetic Y2K

110 ccm und 7,2 PS. Der Gute war mal blaumetallic und hat inzwischen eine unbekannte Zahl an Kilometern auf’m Buckel – der Tacho steht bei knapp 4.000 km; aber er steht eben. Keine Ahnung wie viel das Ding gefahren ist. Ich tippe auf mehrere Millionen. 

Die Kaufabwicklung war ein kompliziertes Konstrukt aus verschiedenen Mittelsmännern, Angeboten und Gegenangeboten. Die ersten Offerten von fast fabrikneuen Rollern habe ich ausgeschlagen: „Sorry, I’m a student. No money.“ Meinem ersten Mittelsmann war’s scheinbar irgendwann zu blöd; er hat sich nie wieder gemeldet. 

Also bin ich selbst losgezogen.

Und das ist der Deal: 100 Euro zahle ich. Für 80 Euro kauft die Werkstatt den Roller in vier, fünf Monaten wieder zurück. Hoffentlich.

Papiere habe ich auch alle bekommen – keine Ahnung, was ich damit soll…

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Unser erster Uni-Tag

Montag, 19. Januar 2009 | Autor: Anna-Lena

Er ist es einfach wert erwähnt zu werden: Unser erster Uni-Tag. Er war so schön langweilig, so unspektakulär – quasi die perfekte Einstellung auf das, was hier auf uns zukommen wird…
Wir wurden freundlich empfangen, waren aber überhaupt nicht erwartet  worden.

„Oh, I thought you would come later You didn’t mail me, did you?“

Ooups, das haben wir wohl vergessen. Wir hatten zwar irgendwem geschrieben, aber nicht Neeta, unsere treue Seele, die sich um die armen Ausländer kümmert (es sind im Schnitt zwei pro Jahr).

Aber alles nur halb so wild, schnell wurden wir allen vorgestellt und haben noch kurz mit dem Direktor geschwatzt. Am meisten hat ihn interessiert, ob wir schon den Tigern begegnet wären. Da müssten wir aufpassen, der eine lauert immer hinter der Ecke da vorne… Der Typ hat Sinn für Humor. Allerdings nur für Tiger-Humor, wie wir einen Tag später rausgefunden haben. Über die indische Bürokratie kann er nicht lachen. Tja, da sind wir wohl voll ins Fettnäpfchen getreten.

Wie auch immer. Nach unserem ersten netten Treffen mit dem Direktor, haben wir dann noch ne Liste von allen möglichen Kursen in die Hand gedrückt bekommen und sollten uns einfach bis zum nächsten Tag überlegen, welche wir wählen.
Das war der erste Uni-Tag. Eineinhalb Stunden.

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Heute haben wir frei!

Sonntag, 18. Januar 2009 | Autor: Anna-Lena und Steffen

Hallo zusammen,

wir haben uns heute frei genommen! Jaja, wirklich! Wir gehen ans Meer oder sowas. Ihr könnt so lange ja mal alle tapfer den Beitrag eins tiefer kommentieren und uns sagen, wie’s Euch bisher gefallen hat… ;-) …oder Ihr nehmt Euch auch einfach einen Tag frei. 

Montag gibt’s dann wieder neues von uns.

Grüße
Anna-Lena und Steffen

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